"Kommander Erik, es hat einen Mord gegeben!". Der Kommander sah von seinem Schreibtisch auf und blickte zu der Wache welche in der Tür stand. "Wieder ein Streit über Erz?", erkundigte er sich als er einen abgenutzten und kruden Holzstuhl zurück schob und vom Schreibtisch aufstand. "Nein. Diener in der Küche der Jagdburg wurden niedergestochen. "Mord in der Jagdburg?", vergewisserte sich der Kommander der Stadtwache während er seinen Schwertgürtel um seine Hüfte bund. In schnellem Schritt machten sich der Kommander und die Wache auf den Weg zur Jagdburg. Dem Sitz von Vulcan Styr dem Grafen von Jagdheim. Eine Burg auf einer Anhöhe in einer Stadt welche in den Stein des Jagdgebirges gehauen zu sein scheint. "Jawohl, Kommander. Sowas habe ich noch nicht gesehen".
Den Wachturm verlassen, stiegen sie eine steinige Anhöhe erfüllt von dem Geruch von brennender Kohle und dem metallischen Klang von zahlreichen tüchtigen Hämmern hinauf. "Drei Küchendienerinnen wurden heute morgen tot in der Burg gefunden. Allerdings weisen diese außergewöhnliche Wunden auf.", berichtete die Wache dem Kommander. "Außergewöhlich? Auf welche Art?". "Nun, es ist besser Ihr seht es mit eigenen Augen.". Die kantigen Häuser aus Stein zu beiden Seiten der Hauptstraße wiesen fortschreitend detailiertere und ausgefallenere gildene Verzierungen auf. Auf der Linken Seite zeigen sie die Gründungsgeschichte der Stadt. Wie sie von dem Gott Garot aus den Bergen der Jagdalpen gehauen wurde. Die Häuser welche sich auf der gegenüberliegenden Seite befanden erzählen die Geschichte der Bewohner der Stadt. Wie der Gott Garot Ihnen den Schmiedehammer schenkte und ihnen das Handwerk beibrachte. "Die Burge wurde abgeriegelt, hoffe ich.", erkundigte sich Kommander Erik. "Jawohl, Kommander. Alle Ein- und Ausgänge, ob für Personal oder Bewohner sind abgeriegelt und die Burg isoliert.", erwiderte die Wache. "Sehr gut."
An dem Tatort angekommen dringt dem Kommander ein nur all zu bekannter Geruch in die Nase. Der von Blut. "Wann wurden die Diener gefunden?", fragte der Kommander die Wache welche den Tatort bewachte. "Von dieser Dienerin. Vor ungefähr drei Stunden.". "Der Täter kann also noch nicht weit sein. Du! Herkommen!", rief Erik zu der auf einem Schemel sitzende junge Frau. "Gute Frau", setzte der Kommander fort, als die junge blonde Dienerin vor ihm einhielt. "Du hast diese Küchenmagden so vorgefunden wie sie hier liegen?", fragte Kommander Erik mit dem Blick auf die am Boden liegenden Küchendienerinnen gerichtet. Die drei Opfer waren jeweils an anderen Enden der Kochinsel in der Mitte des Raumes niedergeschlagen worden. Seltsamerweise wiesen diese weder Stichwunden noch Traumawunden auf.
Als er sich vor die Küchenmagd welche am nähesten an der Hintertür der Küche liegt hinhockt, merkt er dass jeder Knochen in ihrem Körper gebrochen sein muss und dass sowohl aus Nase als auch Mund Blut herausströmte, welches mitlerweile gedrocknet war. Während die Dienerin ihm erzählte was sie gerade machte, warum sie in die Küche kam und wie sie alles vorgefunden hatte, stand Kommander Erik auf und ging zur der nächstgelegenen Leiche. Auch diese zeigt dieselben Wunden wie die erste. Als er gerade aufstehen und die letzte Leiche inspizieren wollte, viel ihm ein Stück Rinde am Gewand des Opfers auf. Als er dieses genauer unterschen wollte, merkte Erik, dass die Rinde eine Dorne hat und sich in das mitlerweile erstarrte Fleisch der Küchenmagd gebohrt hatte. "Äußerst seltsam!", dachte der Kommander als er das Stück behutsam herauszog und steckte die Rinde in einen kleinen braunen Beutel den er an seinem Gürtel befestigt hatte. Bei der dritten und letzten Leiche angekommen, fiel ihm auf, dass die Positionierung der Küchenmagden am Boden darauf schließen lässt, dass sie alle in Richtung der Hintertür geblickt haben müssen als sie tot umfielen.
"Du wolltest also heißes Wasser für des Grafens Gemahlin Bads holen?", richtete sich der Kommandant wieder an die junge Zimmermagd des Lords des Hauses. "Ja, Eure Lordschaft. Ich war kaum durch die Tür geschritten und die armen Küchenmägde gesehen als ich den Topf fallen ließ und die Wachen alamierte.", antwortete die verängstigte Magd ihre Unschuld beteuernd. "Verstehe. Danke. Du kannst nun mit deinen Aufgaben vortfahren. Ich bin mir sicher die Lady des Hauses wünscht nach wie vor zu baden. Ich habe alles von dir was ich brauche."
Als die junge Frau den Topf aufhob, klärte er die Wache die ihn begleitete über seine Erkenntnisse und Funde auf und drängte auf eine Audienz mit dem Grafen Styr.